Wassertemperatur
Der Wels frisst am meisten zwischen 22 und 27 °C. Zwischen 7 und 22 °C sowie zwischen 27 und 33 °C nimmt die Aktivität ab; außerhalb davon lohnt sich gezieltes Angeln kaum. Welche Arten bei deiner Wassertemperatur gerade gut passen, zeigt das Temperatur-Tool.
Tageszeit
Der Wels ist vor allem nachts aktiv. Unter etwa 12 °C Wasser eher tagsüber. Frisst nachts große Portionen und verdaut tagelang: bei 20 °C etwa alle zwei Tage, im kühlen Wasser nur alle paar Tage (Carol et al. 2007). Dämmerungszeiten für deinen Ort findest du unter Beißzeiten heute.
Jahreszeit und Schonzeit
Am aktivsten ist der Wels im Juli, August, September und Oktober. Gelaicht wird meist Mai bis Juli, ausgelöst ab etwa 20 °C Wassertemperatur.
Schonzeit: Regional unterschiedlich, z. B. Mai–Juni in einigen Bundesländern. Verbindlich sind die Fischereiverordnung deines Bundeslands und die Gewässerordnung. Alle Schonzeiten im Überblick
Wo der Wels steht
Typisch am Grund. Gute Stellen: tiefes Loch, Kolk unter Wehr, Totholz, Steinpackung, Buhnenfeld. Der Wels profitiert von angetrübtem Wasser. Leicht steigendes Wasser bringt oft Bewegung.
Köder und Farben
- Kunstköder 12–25 cm
- Köderfisch 15–35 cm
- 5–15 Würmer am Haken
- Boilies 24–30 mm
Wels: kleine Augen, jagt mit Barteln, Seitenlinie und Geschmack – Farbe ist zweitrangig, Kontrast, Druck und Geruch zählen.
Farben, die meist funktionieren: Schwarz / Dunkelblau, Chartreuse / Firetiger.
Methoden, Montagen und Köder
Aus diesem Katalog wählt die App den Plan für den Wels:
Methoden
- Jiggen (Gummifisch) Sommernacht: Gummi 15–25 cm grundnah mit langen Pausen durch Rinne und Buhnenkopf ziehen
- Vertikalangeln Vom Boot mit Echolot über der tiefen Rinne: Köder 30 cm anheben und 5–15 s halten
- Big-Bait-Angeln Warme Sommernacht: XXL-Köder 20–25 cm flach und langsam über die Kante ins Flachwasser führen
- Faulenzen Kaltes Wasser, inaktive Welse: kompakten Köder 13–18 cm langsam über den Grund schleifen
- Grundangeln
- Deadbaiting
- Wallerangeln
- Klopfen (Wallerholz)
Montagen
- Jigkopf 30 g im Stillwasser, 50 g im Fluss, 100–200 g tief und vertikal; Stinger immer dazu
- Stinger / Angstdrilling Immer bei Gummis ab 15 cm: Welse packen den Köder quer, der Stinger sichert Fehlbisse
- Drachkovitch-System
- Festblei-Montage
- U-Pose (Unterwasserpose)
- Bojenmontage
- Abspannmontage
- Wurmbündel
Köder
- Gummifisch (Shad) Paddle-Tail 15–25 cm mit starken Druckwellen; Frühjahr und Herbst bis 15 cm, Sommer XXL
- Soft Swimbait Warme Sommernacht: Swimbait 20–25 cm flach und langsam über die Kante ins Flachwasser
- Hard Swimbait Warme Sommernacht: Swimbait 20–25 cm flach und langsam über die Kante ins Flachwasser
- Gliederwobbler Sommernacht oder driftend vom Boot: Gliederwobbler ruhig über Kante und Rinne
- Propellerköder (Whopper Plopper) Schwüle Sommernacht, Welse rauben flach: lauter Oberflächenköder langsam parallel zum Ufer
- Blade Bait Vertikal über georteten Welsen: Vibrationsblatt in kurzen Hüben dicht über Grund
- Blinker Großer Fluss mit Strömung: Blinker 50–100 g weit an Kanten und Buhnenköpfe, gleichmäßig einkurbeln
- Tauwurm
- Boilie
- Pellet
Fragen zu dem Wels
Bei welcher Wassertemperatur beißt der Wels?
Am aktivsten zwischen 22 und 27 °C. Unter 7 °C und über 33 °C frisst der Wels kaum noch.
Zu welcher Tageszeit beißt der Wels am besten?
Der Wels ist vor allem nachts aktiv. Unter etwa 12 °C Wasser eher tagsüber.
Wann ist die beste Zeit im Jahr für den Wels?
Am meisten Aktivität zeigt der Wels im Juli, August, September und Oktober. Typische Schonzeit: Mai bis Juni.
Hat der Wels eine Schonzeit?
Regional unterschiedlich, z. B. Mai–Juni in einigen Bundesländern. Verbindlich sind Landesfischereiverordnung und Gewässerordnung.
Quellen
- Copp, G. H. et al. (2009). Voracious invader or benign feline? A review of the environmental biology of European catfish. Fish Fish. 10 (Fressen sinkt < 12 °C, endet ≈ 7 °C; Optimum 22–27 °C).
- Slavík, O., Horký, P., Bartoš, L., Kolářová, J. & Randák, T. (2007). Diurnal and seasonal behaviour of adult and juvenile European catfish as determined by radio-telemetry in the River Berounka. J. Fish Biol. 71.
- Slavík, O. & Horký, P. (2012). Diel dualism in the energy consumption of the European catfish. J. Fish Biol. 81.
- Nyqvist, D. et al. (2024). Seasonal and daily movement patterns by Wels catfish at the northern fringe of its distribution range. Fishes 9(7), 280.
- Carol, J., Zamora, L. & García-Berthou, E. (2007). Preliminary telemetry data on the movement patterns and habitat use of European catfish in a reservoir. Ecol. Freshw. Fish 16.