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Salmo trutta fario · Süßwasser

Bachforelle angeln

Im Sommer Aktivitätsgipfel in Morgen- und Abenddämmerung mit reduziertem Fressen dazwischen; unter etwa 9 Grad werden Bachforellen nachtaktiv und verstecken sich tags im Substrat. Nahrungsaufnahme zwischen 3,6 und 19,5 Grad, Wachstumsoptimum 13 bis 14 Grad. Sichtjäger, profitiert vom Driftanstieg bei steigendem Wasser.

Wohlfühltemperatur10–17 °C
Aktivin der Dämmerung
Stehtan Strukturen
Beste MonateMai, Juni und September
Schonzeit typischOktober bis März
Sauerstoffbedarfhoch

Wassertemperatur

0 °C10 °C20 °C30 °C
optimal 10–17 °C aktiv 3–22 °C

Die Bachforelle frisst am meisten zwischen 10 und 17 °C. Zwischen 3 und 10 °C sowie zwischen 17 und 22 °C nimmt die Aktivität ab; außerhalb davon lohnt sich gezieltes Angeln kaum. Welche Arten bei deiner Wassertemperatur gerade gut passen, zeigt das Temperatur-Tool.

Tageszeit

Die Bachforelle ist vor allem in der Dämmerung aktiv. Unter etwa 9 °C Wasser eher in Dämmerung und Nacht. Driftfresser: nimmt fortlaufend kleine Nahrung, eine Mahlzeit ist bei 10 °C in rund einem Tag verdaut (Elliott 1972). Dämmerungszeiten für deinen Ort findest du unter Beißzeiten heute.

Jahreszeit und Schonzeit

Relative Aktivität im Jahresverlauf, wie sie die Prognose verwendet. Schraffiert: typische Schonzeit.

Am aktivsten ist die Bachforelle im Mai, Juni und September. Gelaicht wird meist Oktober bis Januar, ausgelöst ab etwa 9 °C Wassertemperatur.

Schonzeit: Typisch 15.10.–15.03. – regional unterschiedlich. Verbindlich sind die Fischereiverordnung deines Bundeslands und die Gewässerordnung. Alle Schonzeiten im Überblick

Wo die Bachforelle steht

Typisch an Strukturen. Gute Stellen: Gumpen, Strömungskante, unterspültes Ufer, Totholz, Rausche. Die Bachforelle braucht klares Wasser zum Jagen. Leicht steigendes Wasser bringt oft Bewegung.

Köder und Farben

  • Kunstköder 2–7 cm
  • 1–2 Würmer am Haken
  • 2–4 Maden
  • Fliegenhaken Gr. 10–16

Bachforelle: vier Zapfentypen einschließlich UV (Hawryshyn) – sieht Farbe fein abgestuft, Naturdekor und UV-aktive Muster wirken.

Farben, die meist funktionieren: Naturdekor, Rot / Orange, UV / Glow.

Methoden, Montagen und Köder

Aus diesem Katalog wählt die App den Plan für die Bachforelle:

Methoden

Montagen

Köder

  • Minnow Gumpen und Unterstand: 3–7 cm Minnow mit kurzen Twitches, bei scheuen Fischen lange Pausen
  • Spinner Stromauf werfen, mit der Strömung gleichmäßig durch Rauschenauslauf und Kehrwasser kurbeln
  • Forellenspoon Kaltes Wasser und tiefe Rinnen: Spoon 2–4 g absinken lassen, langsam dicht am Grund führen
  • No-Action-Shad Verweigerer unter Hindernissen: kleiner Gummi 3–5 cm an 1–3 g Kopf vor den Unterstand fallen lassen
  • Twister Verweigerer unter Hindernissen: kleiner Gummi 3–5 cm an 1–3 g Kopf vor den Unterstand fallen lassen
  • Mikro-Larve (Gummi-Insekt)
  • Crankbait flach Flache Strömungskanten und Einmündungen: kleiner Crank 3–5 cm knapp über dem Holz
  • Blinker Nur größerer Fluss, trüb oder Hochwasser: Blinker 5–8 g durch Wehrkolk und tiefe Rinne
  • Trockenfliege
  • Nassfliege

Fragen zu der Bachforelle

Bei welcher Wassertemperatur beißt die Bachforelle?

Am aktivsten zwischen 10 und 17 °C. Unter 3 °C und über 22 °C frisst die Bachforelle kaum noch.

Zu welcher Tageszeit beißt die Bachforelle am besten?

Die Bachforelle ist vor allem in der Dämmerung aktiv. Unter etwa 9 °C Wasser eher in Dämmerung und Nacht.

Wann ist die beste Zeit im Jahr für die Bachforelle?

Am meisten Aktivität zeigt die Bachforelle im Mai, Juni und September. Typische Schonzeit: Oktober bis März.

Hat die Bachforelle eine Schonzeit?

Typisch 15.10.–15.03. – regional unterschiedlich. Verbindlich sind Landesfischereiverordnung und Gewässerordnung.

Quellen

  1. Elliott, J. M. (1994). Quantitative Ecology and the Brown Trout. Oxford Univ. Press.
  2. Elliott, J. M. & Elliott, J. A. (2010). Temperature requirements of Atlantic salmon, brown trout and Arctic charr. J. Fish Biol. 77. doi:10.1111/j.1095-8649.2010.02762.x
  3. Heggenes, J., Krog, O. M. W., Lindås, O. R., Dokk, J. G. & Bremnes, T. (1993). Homeostatic behavioural responses in a changing environment: brown trout become nocturnal during winter. J. Anim. Ecol. 62. doi:10.2307/5361
  4. Ovidio, M., Baras, E., Goffaux, D., Birtles, C. & Philippart, J. C. (1998). Environmental unpredictability rules the autumn migration of brown trout in the Belgian Ardennes. Hydrobiologia 371/372.
  5. Kemp, P. S. et al. (2017). Diel and seasonal activity of brown trout in a chalk stream. Freshw. Biol. 62. doi:10.1111/fwb.12858
  6. Barrett, J. C., Grossman, G. D. & Rosenfeld, J. (1992). Turbidity-induced changes in reactive distance of rainbow trout. Trans. Am. Fish. Soc. 121.
  7. Elliott, J. M., Hurley, M. A. & Fryer, R. J. (1995). A new, improved growth model for brown trout. Funct. Ecol. 9 (Wachstum 3,6–19,5 °C, Optimum 13,1 °C).
  8. Ovidio, M. et al. (2002). Seasonal and diel activity of brown trout in a small stream (Aisne). Hydrobiologia 470 (Dämmerungspeak, Aktivität ab 12 °C verdoppelt).

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