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Forelle und Äsche: Wassertemperatur, Tageszeit und beste Monate

Bei welcher Wassertemperatur Bachforelle, Regenbogenforelle und Äsche beißen, wann sie tagsüber oder nachts fressen und was Trübung und Hochwasser bewirken.

Bachforelle, Regenbogenforelle und Äsche sind Fische des kühlen, sauerstoffreichen Wassers. Sie haben ähnliche Ansprüche, reagieren aber unterschiedlich auf Kälte, Trübung und Hochwasser. Hier steht, was die Forschung dazu zeigt und wie du das am Wasser nutzt.

Wassertemperatur im Vergleich

Alle drei Arten bevorzugen kühles Wasser und brauchen viel Sauerstoff. Die Spannen in BiteButler:

ArtOptimumUntergrenzeObergrenze
Bachforelle10–17 °C3 °C22 °C
Regenbogenforelle12–17 °C2 °C23 °C
Äsche10–16 °C1 °C21 °C

Die Bachforelle nimmt zwischen 3,6 und 19,5 °C Nahrung auf und wächst am besten bei etwa 13 °C (Elliott et al. 1995). Die Regenbogenforelle wächst am besten bei 13 bis 17 °C, bei 23 °C wächst sie gar nicht mehr (Hokanson et al. 1977; Bear et al. 2007). Sie ist kälteverträglicher als die Bachforelle. Die Äsche bevorzugt 12 bis 16 °C.

Im Hochsommer wird es für alle drei in vielen Gewässern zu warm. Dann lohnen sich kühle Morgenstunden und Abschnitte mit Quellzufluss oder Beschattung. Welche Arten bei deiner Temperatur gut stehen, zeigen Angeln bei 8 Grad, Angeln bei 12 Grad und Angeln bei 16 Grad. Hintergründe stehen unter Wassertemperatur und Beißverhalten.

Tageszeit: drei verschiedene Muster

Bachforelle: Im Sommer hat sie Aktivitätsgipfel in der Morgen- und Abenddämmerung und frisst dazwischen weniger (Ovidio et al. 2002; Kemp et al. 2017). Ab etwa 12 °C verdoppelt sich ihre Aktivität (Ovidio et al. 2002). Unter etwa 9 °C wird sie nachtaktiv und versteckt sich tagsüber im Substrat (Heggenes et al. 1993).

Regenbogenforelle: Sie ist tagaktiv, die Nahrungsaufnahme steigt am Vormittag, nach der Dämmerung frisst sie nicht mehr (Angradi & Griffith 1990). Unter etwa 8 °C wechselt sie ins Tagesversteck und frisst kurz nach Sonnenuntergang und vor Sonnenaufgang (Riehle & Griffith 1993).

Äsche: Sie ist tagaktiv mit Maxima in der Dämmerung und frisst über den Tag fortlaufend. Nachts nimmt sie keine Nahrung auf. Anders als die Forellen bleibt sie auch im Winter tagaktiv und frisst dann um die Mittagszeit.

Die Dämmerungszeiten für deinen Ort zeigt Dämmerungszeiten, mehr dazu steht unter Angeln in der Dämmerung.

Trübung, Hochwasser und Wetter

Alle drei jagen mit den Augen. Trübung verringert die Distanz, auf die eine Regenbogenforelle Beute erkennt (Barrett et al. 1992), und die Regenbogenforelle gilt als sehr trübungsempfindlich. Bei klarem Wasser bewertet BiteButler die Bedingungen für alle drei besser.

Beim steigenden Wasser unterscheiden sie sich. Bei der Bachforelle und der Regenbogenforelle wertet BiteButler steigendes Wasser positiv, bei der Bachforelle bringt es mehr Nahrung in die Drift. Die Äsche dagegen ist sehr trübungs- und sauerstoffempfindlich. Für sie bedeutet Hochwasser Ausweichen statt Fressen (Horká et al. 2015).

Wind spielt bei Bachforelle und Äsche kaum eine Rolle, bei der Regenbogenforelle etwas mehr. Mehr dazu steht in Trübes Wasser angeln und Angeln bei Regen.

Jahreszeit und Schonzeit

Die stärksten Monate in BiteButler:

  • Bachforelle: Mai, Juni und September. Am schwächsten ist der Winter, dann ist aber meist ohnehin Schonzeit.
  • Regenbogenforelle: Mai am stärksten, Juli und August deutlich schwächer, im warmen Sommerwasser nähert sie sich ihrer Obergrenze von 23 °C. Im Winter bleibt sie vergleichsweise aktiv.
  • Äsche: Juli bis September. Im Herbst wechselt sie aus den Rauschen in tiefe Pools (Nykänen et al. 2001; Nykänen et al. 2004).

Die Bachforelle laicht bei fallender Temperatur ab etwa 9 °C zwischen Oktober und Januar. Die Äsche laicht im Frühjahr, wenn das Wasser auf knapp 8 °C steigt (Hauer et al. 2021; Ovidio et al. 2004).

Schonzeiten, jeweils typisch und je Bundesland verschieden:

  • Bachforelle: 15. Oktober bis 15. März
  • Regenbogenforelle: in vielen Bundesländern keine oder eine abweichende Schonzeit, da sie meist ein Besatzfisch ohne Naturvermehrung ist
  • Äsche: 1. Januar bis 30. April oder 15. Mai, in einigen Regionen ganzjährig geschützt

Prüfe vor dem Angeln dein Landesfischereigesetz und die Gewässerordnung. Eine Übersicht gibt das Tool Schonzeiten. Passende Monatsseiten sind Angeln im Mai, Angeln im Juni und Angeln im September.

Standplätze

  • Bachforelle: Gumpen, Strömungskanten, unterspülte Ufer, Totholz, Rauschen
  • Regenbogenforelle: Freiwasser, Einläufe, Kanten, Oberfläche
  • Äsche: Kiesrinnen, Rauschen, Gleiten, Strömungsrinnen, nur in Bächen und Flüssen

Köder und Farben

Forellen und Äschen haben vier Zapfentypen einschließlich UV und sehen Farben fein abgestuft (Hawryshyn). Naturdekor funktioniert bei allen dreien, bei den Forellen dazu Orange und UV-aktive Muster. Die Äsche ist sehr wählerisch, hier passen kleine, natürliche Dekors.

KunstköderFliege (Hakengröße)Naturköder
Bachforelle2–7 cm10–161–2 Würmer, 2–4 Maden
Regenbogenforelle2–7 cm10–161–2 Würmer, 2–4 Maden
Äsche2–4 cm14–202–4 Maden

Beide Forellen sind Driftfresser und nehmen fortlaufend kleine Nahrung (Elliott 1972). Bachforellen ab etwa 20 bis 25 cm fressen zunehmend Fisch (Elliott & Hurley 2000). Die Äsche frisst vor allem Köcherfliegen und Eintagsfliegen, aber keine Fische. Mehr zur Farbwahl unter Welche Köderfarbe?, zur Größe unter Ködergröße wählen. Einen Vorschlag gibt der Köder-Berater.

So plant BiteButler Forelle und Äsche

BiteButler berechnet für jede Stunde einen Aktivitätsindex von 0 bis 100. Bei den drei Arten zählen vor allem Wassertemperatur, Licht und Trübung. Der Wechsel der Forellen zur Nachtaktivität im kalten Wasser ist eingerechnet, ebenso die Mittagsaktivität der Äsche im Winter.

Mit Premium bekommst du für jede Stunde zusätzlich einen Plan mit Wo, Tiefe, Methode, Köder und Wie. Welche Arten gerade gut stehen, zeigt Welche Fische beißen. Die Verwandte an der Küste behandelt Meerforelle an der Küste.

Quellen

  • Elliott, J. M., Hurley, M. A. & Fryer, R. J. (1995). A new, improved growth model for brown trout. Funct. Ecol. 9.
  • Heggenes, J., Krog, O. M. W., Lindås, O. R., Dokk, J. G. & Bremnes, T. (1993). Homeostatic behavioural responses in a changing environment: brown trout become nocturnal during winter. J. Anim. Ecol. 62.
  • Kemp, P. S. et al. (2017). Diel and seasonal activity of brown trout in a chalk stream. Freshw. Biol. 62.
  • Ovidio, M. et al. (2002). Seasonal and diel activity of brown trout in a small stream (Aisne). Hydrobiologia 470.
  • Barrett, J. C., Grossman, G. D. & Rosenfeld, J. (1992). Turbidity-induced changes in reactive distance of rainbow trout. Trans. Am. Fish. Soc. 121.
  • Angradi, T. R. & Griffith, J. S. (1990). Diel feeding chronology and diet selection of rainbow trout in the Henry’s Fork of the Snake River. Can. J. Fish. Aquat. Sci. 47.
  • Riehle, M. D. & Griffith, J. S. (1993). Changes in habitat use and feeding chronology of juvenile rainbow trout in fall and the onset of winter. Can. J. Fish. Aquat. Sci. 50.
  • Bear, E. A., McMahon, T. E. & Zale, A. V. (2007). Comparative thermal requirements of westslope cutthroat trout and rainbow trout. Trans. Am. Fish. Soc. 136.
  • Hokanson, K. E. F., Kleiner, C. F. & Thorslund, T. W. (1977). Effects of constant temperatures and diel temperature fluctuations on growth and survival of rainbow trout. J. Fish. Res. Board Can. 34.
  • Nykänen, M., Huusko, A. & Mäki-Petäys, A. (2001). Seasonal changes in the habitat use and movements of adult European grayling in a large subarctic river. J. Fish Biol. 58.
  • Nykänen, M., Huusko, A. & Lahti, M. (2004). Movements and habitat preferences of adult grayling from late summer to early winter. J. Fish Biol. 64.
  • Ovidio, M., Parkinson, D., Sonny, D. & Philippart, J. C. (2004). Spawning movements of European grayling in the River Aisne. Folia Zool. 53.
  • Hauer, C. et al. (2021). Spawning activity of European grayling in relation to water temperature. River Res. Appl. 37.
  • Horká, P. et al. (2015). Radio-telemetry shows the importance of turbidity and discharge for grayling movement. J. Fish Biol. 86.
  • Hawryshyn, C. W.: Arbeiten zum UV-Sehen von Forellen und anderen Salmoniden.

Häufige Fragen

Bei welcher Wassertemperatur beißen Forellen am besten?

BiteButler rechnet bei der Bachforelle mit einem Optimum von 10 bis 17 °C, bei der Regenbogenforelle mit 12 bis 17 °C. Die Bachforelle wächst am besten bei etwa 13 °C (Elliott et al. 1995).

Wann beißt die Äsche?

Die Äsche ist tagaktiv und frisst fortlaufend Insekten aus der Drift, mit Maxima in der Dämmerung. Nachts frisst sie nicht, im Winter frisst sie um die Mittagszeit.

Beißen Forellen bei trübem Wasser?

Forellen jagen mit den Augen. Trübung verringert die Distanz, auf die eine Regenbogenforelle Beute erkennt (Barrett et al. 1992). Steigendes Wasser kann bei der Bachforelle aber mehr Nahrung in die Drift bringen.

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